Der Tourismus zählt zu jenen Branchen, die die Corona-Pandemie als eine der ersten getroffen hat und zu denje­nigen die die Auswir­kungen am meisten zu spüren bekommen haben. Insbe­sondere in Talschaften wie bei uns im Montafon und in den Berg­re­gionen sichert der Tourismus Arbeits­plätze und ist wirt­schaft­liche Lebens­grundlage. Die Förderung des Landes Vorarlberg, dass mit dem neu geschaf­fenen Zuschuss exis­tenz­be­dro­hende Liqui­di­täts­eng­pässe vermeiden will, stellt dabei, keinen Ersatz für einen entstan­denen Schaden dar. Gefördert werden nur Kosten, die durch den laufenden Betrieb anfallen und auch ohne die Corona-Pandemie entstanden wären. 

Was wird gefördert?

Gefördert werden Kosten die im Zusam­menhang mit dem Wieder­hoch­fahren von Beherbergungs- und Gastro­no­mie­be­trieben entstehen. Konkret gefördert werden:

  • Lebens­mittel (unter der Voraus­setzung, dass die Produkte nicht nur regional einge­kauft werden, sondern auch aus heimi­scher Produktion stammen)
  • Getränke
  • Werbe- und Marke­ting­kosten
  • Waren (zB. Tisch- oder Bett­wäsche, Energie, etc.) und Betriebs­mittel (zB. Maschinen, Anlagen, Computer, etc.)
  • Kosten für externe Dienst­leis­tungen (zB. Kosten für Steu­er­be­rater, Garten­pflege, etc.) 

Dabei werden nur die Kosten die im Zeitraum 01.06.2020 bis 31.03.2021 anfallen gefördert. 

Wie hoch ist der Zuschuss?

Als Grundlage für die Berechnung der Förderung ist der erzielte Umsatz im Zeitraum 01.03.2019 bis 31.05.2019 heran­zu­ziehen. Der Förder­zu­schuss beträgt 6% des in diesem Zeitraum erzielten Umsatzes (netto). Die Rich­tigkeit der Angaben muss von einem Steu­er­be­rater oder Wirt­schafts­prüfer bestätigt werden. Bei Misch­be­trieben wie zB Bäcke­reien, Metz­ge­reien oder Tank­stellen die einen Imbiss anbieten, ist ausschließlich der gastro­no­mische Umsatz anzu­geben. 

Die Höhe der Förderung beträgt maximal 50.000 Euro pro Unter­nehmen.

Wie erfolgt die Antrags­stellung?

Der Antrag ist zwischen 01.06.2020 und 30.09.2020 mittels Antrags­for­mular beim Amt der Vorarl­berger Landes­re­gierung, Abteilung Allge­meine Wirt­schafts­an­ge­le­gen­heiten. Die Einrei­chung hat ausschließlich elek­tro­nisch zu erfolgen. 

Wie wird die Mittel­ver­wendung des Zuschusses kontrol­liert?

Ab 31.03.2021 werden seitens des Landes stich­pro­ben­artige Kontrollen über die widmungs­gemäße Verwendung der Förder­mittel durch­ge­führt. Der Antrag­steller hat auf Auffor­derung nach­zu­weisen, dass für das Wieder­hoch­fahren des Betriebes ab Auszahlung der Förderung bis 31.03.2021 Kosten wie oben beschrieben, im Sinne der Förderung, entstanden sind. Unter­schreiten die Kosten die Höhe der Förderung, ist die Förderung aliquot zurück­zu­zahlen. 

Wir bestä­tigen Ihnen gerne, nach sorg­samer Prüfung, die laufenden Kosten und beraten Sie über die genaue Heran­ge­hens­weise.