Bisher wurden zur Defi­nition der NoVA-pflichtigen Kfz auf verschiedene Posi­tionen der Kombi­nierten Nomen­klatur abge­stellt. In der Praxis kam es dabei oft zu Abgren­zungs­schwie­rig­keiten. Der Gesetz­geber ist nun von diesem System der Defi­nition abge­wichen. Ab 1.7.2021 wird für die Anknüpfung statt­dessen auf die kraft­fahr­recht­liche Einordnung abge­stellt. Die bisher NoVA-pflichtigen Kfz sind nunmehr wie folgt defi­niert:

  • Kraft­räder und Kfz mit zwei oder drei Rädern (Klassen L3e, L4e und L5e), jeweils mit einem Hubraum von mehr als 125 m³;
  • leichte und schwere vier­rädrige Kfz (L6e und L7e), jeweils mit einem Hubraum von mehr als 125 m³;
  • Personen- und Kombi­na­ti­ons­kraft­wagen (Klasse M1)

Dementspre­chend unter­liegen der NoVA zukünftig auch Kfz, die der Güter­be­för­derung dienen und eine Gesamt­masse von 3.500 kg nicht über­schreiten (zB Klein­last­kraft­wagen). Kfz, die aus dem Unions­gebiet nach Öster­reich einge­führt und zuglassen werden, fallen unter die neue Rechtslage, wenn sie nach dem 1.7.2021 erstmals zuge­lassen werden. Davor gilt die alte Rechtslage.

Da Kraft­fahr­zeuge zur Güter­be­för­derung durch­schnittlich einen höheren CO2-Ausstoß aufweisen, als dies bei PKW der Fall ist, gibt es für diese Kraft­fahr­zeuge eine ange­passte Formel zur Ermittlung des Steu­er­satzes.

Die Formel für PKW lautet: (CO2-Emissionswert in g/km — 112 g/km) : 5

Die Formel für Kfz zur Güter­be­för­derung lautet: (CO2-Emissionswert in g/km — 165 g/km) : 5

Neu ist auch, dass der CO2-Abzugsbetrag nicht wie ursprünglich vorge­sehen für die folgenden drei Jahre um 3 g, sondern um 5 g abge­senkt wird. Ab 1.1.2025 erfolgt die Absenkung wieder wie ursprünglich geplant um 3 g. 

Der Höchst­steu­ersatz wird für die nächsten drei Jahre jedes Jahr um 10 % ange­hoben. Der Malus­grenzwert sinkt jährlich um 15 g, bis er im Jahr 2024 155 g erreichen soll. Der Malus­betrag in Euro, wird eben­falls drei Jahre lang jedes Jahr um 10 Euro erhöht. 

Die bisherige Befreiung für elek­trisch ange­trieben Kfz wurde neu formu­liert, um sämt­liche emis­si­ons­freie Kfz zu umfassen. Zukünftig sind Vorführ-Kfz und Tages­zu­las­sungen von der NoVA befreit. 

Weiters ist eine schritt­weise Verschärfung ab 2024 geplant, um die gewünschte Lenkungs­wirkung, hin zu weniger CO2 Ausstoß, zu vergrößern.