Die ange­strebte Steu­er­reform lässt sich grob in folgende Themen unter­teilen:

Entlastung von Arbeit und Pension

  • Senkung der Lohn- und Einkom­men­steuer
  • Senkung der Kran­ken­ver­si­cherung
  • Mitar­bei­ter­er­folgs­be­tei­ligung
  • Erhöhung Fami­li­en­bonus Plus

Entlastung der Wirt­schaft

  • Senkung der Körper­schaft­steuer
  • Anhebung GWG-Grenze
  • Eigenstromsteuer-Befreiung
  • Inves­ti­ti­ons­frei­betrag
  • Gewinn­frei­betrag

Entlastung der Umwelt

  • CO2-Bepreisung und Kompen­sation
  • Regio­naler Klim­abonus
  • Sauber-Heizen-Offensive
  • Land­wirt­schafts­aus­gleich
  • Ener­gie­autarke Bauernhöfe
  • Carbon Leakage
  • Härtefall-Regelung
  • Bepreisung von Lebens­mitteln

Sonstige Ände­rungen

  • Miet­kauf­modell
  • Kryp­to­währung

Wenn Sie die Entlastung von Arbeit und Pension näher inter­es­siert, können Sie sich unter diesem Artikel ein genaueres Bild davon machen, was die Steu­er­reform konkret bewirken soll: Steu­er­reform 2021: Entlastung von Arbeit und Pension | Remm Steu­er­be­ratung (remm-steuerberatung.at)

 Auch zu den konkreten Maßnahmen für die Entlastung der Wirt­schaft haben wir uns in einem eigenen Artikel näher mit der neuen Steu­er­reform ausein­ander gesetzt: Steu­er­reform 2021: Entlastung der Wirt­schaft | Remm Steu­er­be­ratung (remm-steuerberatung.at)

 Bei den Maßnahmen für den Umwelt­schutz, lässt sich zusam­men­fassend sagen, dass es auf der einen Seite zu der Einführung einer neuen Abga­benart (CO2-Preis) kommt, auf der anderen Seite zu Förde­rungen im Bereich Klima­neu­tra­lität. Die CO2-Bepreisung soll beginnend im Juli 2022 mit 30 Euro pro Tonne starten. Die Abgabe haben all jene zu tragen, die Emit­tenten von CO2-Emissionen sind, das betrifft sowohl Auto­fahrer als auch Unter­nehmen, die Heizöl und dergleichen in den Verkehr bringen und herstellen. Wie die Umsetzung konkret erfolgen soll, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt. Ob und wie der CO2-Preis an Kunden weiter­ge­geben wird, liegt zum aktu­ellen Zeit­punkt noch in der Sphäre der Verkäufer. Als Bemes­sungs­grundlage für die CO2-Abgabe dient jedoch der Netto­ver­kaufs­preis. Die Einnahmen aus dem CO2-Preis sollen zur Gänze in Form eines Klim­abonus an die Menschen zurück­ge­führt werden. Mehr Bonus erhält, wer sich klima­freundlich verhält.

Da besonders Land­wirte von einer CO2-Bepreisung belastet sein werden, wird es für diese Sparte einen eigenen Land­wirt­schafts­aus­gleich geben. Auch sollen ener­gie­autarke Bauernhöfe besonders gefördert werden. 

Für den Ausstieg bzw. Umstieg von Öl- und Gashei­zungen auf erneu­erbare Ener­gie­quellen wurden 500 Mio. Euro vorge­sehen. Wie das Geld jeweils einge­setzt wird, ist dabei noch nicht klar. 

Als weitere Unter­stützung sollen beson­deres jene Unter­nehmen Kompen­sa­tionen erhalten, die in einem starken inter­na­tio­nalen Wett­bewerb bestehen und die ihre Produktion zur Einsparung von CO2-Kosten in andere Länder verlagern würden, was zu einem Anstieg der Gesamt­emis­sionen führen würde (Carbon Leakage). Durch die ange­spro­chenen Kompen­sa­tionen soll ein solches Szenario verhindert werden können. 

Zu guter Letzt gibt es auch eine Härte­fall­re­gelung, die für Unter­nehmen imple­men­tiert wurde, die besonders von der Einführung des CO2 Preises betroffen sind. 

Auch Lebens­mittel sollen zukünftig einen Aufschlag erhalten, wenn sie zu zusätz­lichen Treib­haus­gas­aus­stoßen geführt haben. Dies betrifft besonders jene Lebens­mittel die einen langen Trans­portweg hinter sich haben. Auch hier ist noch unklar, wie dieser Aufschlag konkret ausge­staltet werden soll. 

Als Zusatz wurde in der Steu­er­reform auch noch eine Begüns­tigung für Miet­kauf­mo­delle (10tel-Vorsteuerberichtigung), sowie Rege­lungen zur Behandlung von Kryp­to­wäh­rungen ange­kündigt. Wie genau diese Maßnahmen im Detail aussehen, ist noch nicht bekannt. 

Alles in allem dreht sich die aktuelle Steu­er­reform viel um das Thema Entlastung und Umwelt. Jede Maßnahme, die den Steu­er­zahler Geld kostet soll möglichst abge­mildert werden und in Form von Boni etc. aufge­fangen werden. Da viele Details noch nicht abschließend erklärt bzw. beschlossen wurden bleibt abzu­warten, wie sich gerade in Hinblick auf den CO2-Preis oder den Aufschlag im Lebens­mit­tel­be­reich, die Rege­lungen entwi­ckeln werden.