Steu­er­liche Behandlung von Gutscheinen seit 1.1.2019

10. August 2019 | Für Unter­nehmer

Ab 1.1.2019 wird in den USt-Richtlinien unter­schieden zwischen einem Einzweck-Gutschein und einem Mehrzweck-Gutschein.

Bei einem Einzweck-Gutschein steht der Leis­tungsort und die dafür geschuldete Umsatz­steuer von Anfang an fest. Die Steu­er­pflicht entsteht bereits bei Ausgabe des Gutscheins! Auch wenn dieser niemals eingelöst wird, ist der Gutschein­verkauf bereits steu­erbar und steu­er­pflichtig.

Bei einem Gutschein für ein Restaurant beispiels­weise, handelt es sich um einen klas­si­schen Mehrzweck-Gutschein. Der Gutschein kann für die Konsu­mation von Getränken oder Speisen verwendet werden. Da Getränke einem Umsatz­steu­ersatz von 20% und Speisen einem Umsatz­steu­ersatz von 10% unter­liegen, kann bei Verkauf des Gutscheines noch kein Steu­ersatz fest­gelegt werden. Das Entgelt für die Veräu­ßerung eines solchen Gutscheines ist daher erst mit der tatsäch­lichen Leis­tungs­er­bringung und mit dem entspre­chenden Steu­ersatz steu­erbar und steu­er­pflichtig.