Neben­tä­tigkeit eines Arztes kann nun der Klein­un­ter­neh­mer­re­gelung unter­liegen

26. Februar 2017 | Für Gesund­heits­berufe

Ab 2017 gibt es eine wesent­liche Änderung in Bezug auf die umsatz­steu­er­liche Klein­un­ter­neh­mer­re­gelung, welche oft Ärzte, Heil­mas­seure (aber auch andere grund­sätzlich unecht steu­er­be­freite Unter­nehmer) betrifft.

Klein­un­ter­nehmer ist jemand, der einen Jahres­umsatz unter € 30.000,00 erzielt. Dadurch ist er von der Umsatz­steuer befreit, hat aber gleich­zeitig auch keinen Anspruch auf einen Vorsteu­er­abzug. Bis Ende 2016 war dabei der Gesamt­umsatz eines Unter­nehmers maßgeblich, auch wenn beispiels­weise der Arzt einen Umsatz in Höhe von € 200.000,00 aus der ärzt­lichen Tätigkeit und einen Umsatz in Höhe von € 25.000,00 aus seiner neben­be­ruf­lichen Vortrags­tä­tigkeit (umsatz­steu­er­pflichtige Tätigkeit) erwirt­schaftete. Da der Gesamt­umsatz die Grenze von € 30.000,00 über­schritten hatte, war der Arzt mit seiner Vortrags­tä­tigkeit steu­er­pflichtig.

Dies hat sich ab 2017 geändert. Ein Arzt, der die Umsatz­grenze in Höhe von € 30.000,00 mit seiner Neben­tä­tigkeit nicht über­schreitet, bleibt auch mit der Neben­tä­tigkeit (aufgrund der Klein­un­ter­neh­mer­re­gelung) steu­erfrei. Dies bewirkt für viele Betroffene eine wesent­liche Verein­fa­chung.