Senkung des einkom­men­steu­er­lichen Eingangs­steu­er­satzes

Die eigentlich für 2021 geplante Steu­er­reform mit Senkung des einkom­men­steu­er­lichen Eingangs­steu­er­satzes von 25 % auf 20 % kommt nun rück­wirkend per 1.1.2020. Das bringt dem/der Arbeitnehmer/-innen eine Steu­er­ersparnis bis zu 29,17 €. Bei einem Brut­to­ein­kommen ab 1.807,40 € wirkt sich die monat­liche Steu­er­ersparnis zu 100 % aus. 

Bis spätestens September 2020 erhalten Arbeitnehmer/-innen durch eine Lohn­steu­er­auf­rollung die Rück­zahlung aus den Vormo­naten, die sich durch die Neube­rechnung ergibt. Die Arbeitgeber/-innen trifft hier eine Pflicht die Aufrollung auch bis spätestens mit der Septem­be­r­aus­zahlung durch­zu­führen.

Obwohl in den Medien teils anders behauptet, profi­tieren von der Senkung auch Besserverdiener/-innen, da der Einkom­mensteil ihres Gehalts/Lohns der zwischen 11.000 bis 18.000 Euro liegt, eben­falls begünstigt wird. Dieser Umstand wurde in der Lohn­steu­er­ta­belle, durch erhöhte steu­er­min­dernde Absetz­be­träge, eingebaut.

Erhöhung der SV-Rückerstattung (SV-Bonus) ab der Arbeit­neh­mer­ver­an­lagung 2020

Um auch Arbeitnehmer/-innen, die weniger als 11.000 Euro an steu­er­pflich­tigem Einkommen beziehen, zu entlasten, wird der Zuschlag zum Verkehrs­ab­setz­betrag von bisher maximal 300 Euro auf maximal 400 Euro ange­hoben.

Eben­falls auf 400 Euro ange­hoben wurde der maximale SV-Bonus im Rahmen der SV-Rückerstattung, der bisher maximal 300 Euro betrug.

Pensio­nis­ten­ab­setz­betrag

Der normale Pensio­nis­ten­ab­setz­betrag steigt auf 600 Euro und der erhöhte auf 964 Euro.

Betriebs­aus­ga­ben­pau­scha­lierung

Ab 2020 kann eine erhöhte Betriebs­aus­ga­ben­pau­schale geltend gemacht werden, wenn die Einnahmen nicht mehr als 35.000 Euro im Kalen­derjahr betragen. Für Dienst­leis­tungs­be­triebe können 20 Prozent und für alle anderen 45 Prozent der Einnahmen, als Ausgaben pauschal ange­setzt werden. 

Verlän­gerung des Steu­er­satzes von 55%

Der Höchst­steu­ersatz von 55 % wird um weitere fünf Jahre bis 2025 verlängert. Damit werden die Spit­zen­ver­diener des Landes weitere fünf Jahre mehr als die Hälfte ihres Gehaltes abgeben müssen, eine konkrete Verwendung der dadurch erzielten Steu­er­ein­nahmen wurde nicht genannt. 

Kinder­bonus

Für zusätz­liche Kauf­kraft wurde ein neuer und einma­liger Kinder­bonus ausbe­zahlt. Familien erhielten einen Kinder­bonus in Form einer Einmal­zahlung von 360 Euro pro Kind, für das Fami­li­en­bei­hilfe bezogen wurde. Die Auszahlung erfolgte gemeinsam mit der Fami­li­en­bei­hilfe im September. Es war somit keine weitere Antrags­stellung nötig. 

Regel­be­darf­sätze 2020

Wenn Sie Unterhalt zahlen, ohne dass ein schrift­licher Vergleich oder eine behörd­liche Fest­stellung über die Höhe vorliegt, können Sie den vollen Unter­halts­ab­setz­betrag nur geltend machen, wenn Sie zumindest folgende Regel­be­darfs­sätze als Unterhalt bezahlen:

0–3 Jahre: 212 Euro

3–6 Jahre: 272 Euro

6–10 Jahre: 350 Euro

15–19 Jahre: 471 Euro

19–25 Jahre: 590 Euro

    Zusatz­zahlung für Arbeitslose

    Personen, die zwischen Juli und September 2020 zwei Monate arbeitslos waren, erhalten eine Zusatz­zahlung von 450 Euro (verteilt auf dreimal 150 Euro). Die Zusatz­zahlung soll auch Notstandshilfebezieher-/innen und Bezieher-/innen von nied­rigem Arbeits­lo­sengeld, die einen Antrag auf Anhebung auf das Exis­tenz­mi­nimum stellen zugu­te­kommen.  

    Falls Sie noch Fragen haben, oder Hilfe­stellung bei Ihrer Arbeit­neh­mer­ver­an­lagung benö­tigen, können Sie gerne mit uns in Kontakt treten!