Das neue Gesund­heits­be­ru­fe­re­gister

6. Januar 2018 | Für Gesund­heits­berufe

Ab 1.1.2018 gibt es das Gesund­heits­be­ru­fe­re­gister, wobei folgende Berufs­gruppen von der Regis­trierung betroffen sind:

  • Diplo­mierte Gesundheits- und Kran­ken­pfleger
  • Pfle­ge­fach­as­sis­tenten (PFA) und Pfle­ge­as­sis­tenten (PA)
  • Physio­the­ra­peuten
  • Biome­di­zi­nische Analy­tiker
  • Radio­lo­gie­tech­no­logen
  • Diäto­logen
  • Ergo­the­ra­peuten
  • Logo­päden
  • Orth­op­tisten

Die Regis­trierung ist entspre­chend der berufs­recht­lichen Bestim­mungen Voraus­setzung für die Berufs­aus­übung im jewei­ligen Gesund­heits­beruf. Alle im Gesund­heits­be­ru­fe­re­gister einge­tra­genen Personen erhalten einen Berufs­ausweis, der jeweils fünf Jahre gültig ist. Der Lauf der Frist beginnt mit dem Tag der Eintragung in das Register. Jeder Berufs­an­ge­hörige hat vor Ablauf der fünf Jahres­frist seine Regis­trierung zu verlängern. Erfolgt keine Verlän­gerung so ruht die Berech­tigung zur Berufs­aus­übung.

Was müssen Berufs­an­ge­hörige tun?

Die Berufs­an­ge­hö­rigen haben vor Beginn der Berufs­aus­übung die Eintragung ins Gesund­heits­be­ru­fe­re­gister mittels eines, von den Regis­trie­rungs­be­hörden zur Verfügung zu stel­lenden, Formulars zu bean­tragen. Der Antrag kann eigen­händig unter­schrieben persönlich oder im Rahmen eines Online­ver­fahrens mittels elek­tro­ni­scher Signatur einge­bracht werden. Mit dem Antrag sind die im Gesetz ange­führten Unter­lagen vorzu­legen.

Bis wann müssen sich Berufs­an­ge­hörige regis­trieren lassen?

Die Eintragung der Berufs­an­ge­hö­rigen ins Register startet mit 1. Juli 2018 und ist ab diesem Zeit­punkt für die Ange­hö­rigen der Gesundheits- und Kran­ken­pfle­ge­berufe und der geho­benen medizinisch-technischen Dienste verpflichtend. Berufs­an­ge­hörige, die am 1. Juli 2018 bereits zur Ausübung eines von der Regis­trierung betrof­fenen Berufes berechtigt sind, haben bis 30. Juni 2019 Zeit, sich bei der für sie zustän­digen Regis­trie­rungs­be­hörde zu regis­trieren.

Welche Behörden sind für die Regis­trierung zuständig?

Die Führung des Gesund­heits­be­ru­fe­re­gisters obliegt der Gesundheit Öster­reich GmbH (GÖG). Regis­trie­rungs­be­hörde und daher zuständig für die Regis­trierung der Berufs­an­ge­hö­rigen, die AK-Mitglieder sind, ist die Bundes­ar­beits­kammer (AK). Arbeit­geber aus dem Gesund­heits­be­reich müssen ab 1.1.2018 bei Anmeldung eines Dienst­nehmers eine zusätz­liche Angabe über die Lohn­ver­rechnung machen. Da die Regis­trierung eine Voraus­setzung für die recht­mäßige Ausübung des Berufes ist, dürfen künftig Arbeit­geber Ange­hörige von regis­trie­rungs­pflich­tigen Gesund­heits­be­rufen nur beschäf­tigen, wenn sie im Register einge­tragen sind.

Für alle anderen Berufs­an­ge­hö­rigen (nicht AK-Mitglieder, Selb­ständige) ist die GÖG als Regis­trie­rungs­be­hörde zuständig.

Bei Berufs­an­ge­hö­rigen die sowohl frei­be­ruflich als auch in einem Dienst­ver­hältnis tätig sind, richtet sich die Zustän­digkeit der Regis­trie­rungs­be­hörde nach der über­wie­genden Art der Berufs­aus­übung.