Durch die Schaffung der COVID-19 Inves­ti­ti­ons­prämie soll ein Anreiz für Unter­neh­mens­in­ves­ti­tionen geschaffen werden. Gefördert werden mate­rielle und imma­te­rielle akti­vie­rungs­pflichtige Neuin­ves­ti­tionen in abnutz­bares Anla­gen­ver­mögen eines Unter­nehmens an öster­rei­chi­schen Stand­orten. Darin inklu­diert sind auch gebrauchte Güter, sofern es sich um eine Neuan­schaffung für das inves­tie­rende Unter­nehmen handelt. Förder­werber sind grund­sätzlich alle bestehenden und neu gegrün­deten Unter­nehmen aller Branchen und aller Größen mit Sitz oder Betriebs­stätte in Öster­reich. Nicht förde­rungs­fähig sind Unter­nehmen und Gesell­schaften, wenn gegen sie oder gegen einen geschäfts­füh­renden Gesell­schafter zum Zeit­punkt der Antrags­stellung ein Insol­venz­ver­fahren anhängig ist oder die gesetz­lichen Voraus­set­zungen für die Eröffnung eines Insol­venz­ver­fahrens vorliegen. 

Die Inves­ti­ti­ons­prämie beträgt grund­sätzlich 7% der Anschaf­fungs­kosten. In den Genuss einer erhöhten Prämie von 14 % kommen nur bestimmte Inves­ti­tionen gemäß Richt­linie Anhang 1 bis 3. In den Anhängen enthal­tende Inves­ti­ti­ons­maß­nahmen sind in drei Kate­gorien gegliedert:

1. Maßnahmen der Ökolo­gi­sierung im Rahmen dieser Richt­linie zB. Wärme­pumpen, Solar­an­lagen, Photo­vol­ta­ik­an­lagen.

2. Besonders geför­derte Digi­ta­li­sie­rungs­in­ves­ti­tionen zB. Software, Hardware wie 3D-Drucker, Equipment für Video­kon­fe­renzen, Drohnen. 

3. Besonders geför­derte Gesundheits- und /LifeScience-Investitionen zB. Inves­ti­tionen in Anlagen zur Entwicklung und Produktion von phar­ma­zeu­ti­schen Produkten oder Inves­ti­tionen in Anlagen zur Herstellung von Produkten, die in Pandemien von stra­te­gi­scher Bedeutung sind, wie etwa Masken, Schutz­kleidung und Desin­fek­ti­ons­mittel.

Pro Antrag gibt es eine Inves­ti­ti­ons­un­ter­grenze in Höhe von EUR 5.000 ohne USt. Maximal können Inves­ti­tionen bis zu EUR 50 Mio. ohne USt pro Unter­nehmen gefördert werden. 

Zeit­liche Vorgaben:

Die Inbe­trieb­nahme und Bezahlung der Inves­tition hat bis längstens 28. Februar 2022 zu erfolgen. Bei mehr als EUR 20 Mio. (exkl. USt) Inves­ti­ti­ons­vo­lumen hat die Inbe­trieb­nahme und Bezahlung bis längstens 28. Februar 2024 zu erfolgen. 

Zwischen dem 01. August 2020 und dem 28. Februar 2021 müssen erste Maßnahmen gesetzt werden. Darunter werden allgemein Bestel­lungen, Kauf­ver­träge, Anzah­lungen, Zahlungen, Rech­nungen oder der Baubeginn verstanden. Vor dem 01. August 2020 darf keine erste Maßnahme gesetzt werden!

Ausge­nommen von der Gewährung der Prämie sind insbe­sondere:

  • Klima­schäd­liche Inves­ti­tionen:
    • Inves­ti­tionen in die Errichtung bzw. Erwei­terung von Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Spei­cherung fossiler Ener­gie­träger dienen sowie die Errichtung von Anlagen, die fossile Ener­gie­träger direkt nutzen, ausge­nommen durch die Inves­tition wird ein substan­zielle Treib­haus­gas­re­duktion erzielt.
    • Dazu zählen uA Luft­fahr­zeuge, PKW, LKW, die fossile Ener­gie­träger benutzen. Förderbar sind jedoch Plug-In Hybrid und Range Extender Fahr­zeuge, sofern sie gewissen Kriterien entsprechen. Diese sind in der Richt­linie erläutert. 
  • Unbe­baute Grund­stücke
  • akti­vierte Eigen­leis­tungen
  • Leasing­fi­nan­zierte Inves­ti­tionen, es sei denn, diese werden im antrags­stel­lenden Unter­nehmen akti­viert
  • Erwerb von Gebäuden und Gebäu­de­an­teile. 
  • Finanz­an­lagen
  • Unter­neh­mens­über­nahmen
  • Betei­li­gungen
  • Bau + Ausbau von Wohn­ge­bäuden zur Vermietung an Private

Gesetzlich wurde verankert, dass Förde­rungen nach dem Inves­ti­ti­ons­prä­mi­en­gesetz keine steu­er­pflich­tigen Betriebs­ein­nahmen darstellen und es auch zu keiner Aufwands­kürzung kommt. Sie sind somit einkom­men­steu­erfrei.

Die auf die Kosten der förder­baren Inves­ti­tionen entfal­lende Umsatz­steuer ist keine förderbare Ausgabe. Sofern diese Umsatz­steuer aber nach­weislich tatsächlich und endgültig vom Förde­rungs­nehmer zu tragen ist, kann sie als förder­barer Kosten­be­standteil berück­sichtigt werden. 

Die Abwicklung der Prämie erfolgt durch das AWS. Die Mittel sind insgesamt mit EUR 1 Mrd. begrenzt. Die Förderung erfolgt in Form von nicht rück­zahl­baren Zuschüssen. 

Der Antrag ist zwischen dem 01.09.2020 und 28.02.2021 online auf https://foerdermanager.aws.at zu stellen.

Benö­tigte Infor­ma­tionen bei Antrags­stellung:

  • Unter­neh­mens­daten zB. Firmenname, Firmensitz, Steu­er­nummer etc.
  • Nennung einer Ansprechpartnerin/eines Ansprech­partners
  • Angaben zur Größe des Unter­nehmens und der Anzahl der Beschäf­tigten
  • Eingabe der Kosten für die Inves­ti­tionen. Achtung: Getrennte Eingabe für die 7 % und 14 % Förderung
  • Angaben zum Durch­füh­rungs­zeitraum

Die bzw. der Förderungsnehmer/in ist verpflichtet, dem AWS spätestens drei Monate ab zeitlich letzter Inbe­trieb­nahme und Bezahlung der gemäß Förde­rungs­zusage zu fördernden Inves­tition eine Abrechnung über die durch­ge­führte Inves­tition anhand der für die Abrechnung vorge­se­henen Einga­be­maske vorzu­legen. Die Abrechnung ist in Bezug auf die Akti­vierung der zur Förderung bean­tragten Inves­ti­tionen ab einer Zuschusshöhe von EUR 12.000 zusätzlich zur Förde­rungs­wer­berin bzw. Förde­rungs­werber von einem oder einer Wirtschaftsprüfer/in, Steuerberater/in oder Bilanzbuchhalter/in zu bestä­tigen. 

Die Inves­ti­ti­ons­prämie ist vorläufig bis 31.12.2025 befristet. Weitere Infor­ma­tionen erhalten Sie auf der Homepage des AWS. Hier finden Sie die entspre­chende Richt­linie: : https://www.aws.at/fileadmin/user_upload/Downloads/Richtlinie/aws_Investitionspraemie_RL.pdf

Wir sind Ihnen auf Wunsch gerne beim Ausfüllen des Antrages behilflich!