AWS Über­brü­ckungs­ga­rantie 

Die aws Über­brü­ckungs­ga­rantie im Zusam­menhang mit der Coronavirus-Krise wurde deutlich ausgebaut. Die unmit­telbar umge­setzten Neue­rungen beinhalten eine 100% Garan­tie­quote für Kredite bis 500.000 Euro und eine 90%ige Garan­tie­quote für Kredit­be­träge bis 27,7 Mio. Euro. Auch können nun Betriebe in den Bereichen Land­wirt­schaft, Fischerei und Aqua­kultur die Über­brü­ckungs­ga­rantie nun bean­tragen. 

Anträge können nur über Banken einge­reicht werden. Einlan­gende, voll­ständige Garan­tie­an­träge werden in einem Schnell­ver­fahren genehmigt.

 

Fixkos­ten­zu­schuss

Das Ziel des Fixkos­ten­zu­schusses ist ein sofor­tiger Zuschuss zur Deckung von Fixkosten, in Höhe von bis zu 75%, gestaffelt nach Umsatz­ein­bußen. Der Zuschuss kann ab 20.05. bis zum 31.08.2021 bean­tragt werden und muss nicht zurück­be­zahlt werden. Der Zuschuss wird nun doch über Finanz-Online und nicht über ein OnlineTool der aws bean­tragt werden können. Der Antrag muss zusätzlich von einem Steu­er­be­rater bestätigt werden. Wird in der ersten Tranche (bis 19.08.2020) ein Zuschuss von nicht mehr als 12.000 Euro bean­tragt, muss der Antrag nicht durch einen Steu­er­be­rater, Wirt­schafts­prüfer oder Bilanz­buch­halter erfolgen. 

Als Fixkosten zählen grund­sätzlich: 

  • Geschäfts­raum­mieten und Pacht
  • betrieb­liche Versi­che­rungs­prämien
  • Zins­auf­wen­dungen für Kredite und Darlehen
  • Finan­zie­rungs­kos­ten­anteil der Leasingrate
  • Aufwen­dungen für sonstige vertrag­liche betriebs­not­wendige Zahlungs­ver­pflich­tungen, die nicht das Personal betreffen
  • Wert­verlust bei verderb­licher oder saiso­naler Ware
  • betrieb­liche Lizenz­ge­bühren
  • Zahlung für Strom/Gas/Telekommunikation
  • Perso­nal­kosten, die für die Bear­beitung von Stor­nie­rungen anfallen
  • ange­mes­sener Unter­neh­merlohn
  • Bei Fixkos­ten­zu­schuss  von unter 12.000 € einen ange­mes­senen Lohn für Steuerberater‑, Wirtschaftsprüfer- oder Bilanz­buch­hal­ter­kosten bis max. 500 €

Es werden auch verderbliche/saisonale Waren ersetzt die mind. 50 % ihres Wertes auf Grund von Corona verloren haben. 

Die Bemes­sungs­grundlage sind die Fixkosten und Umsatz­aus­fälle des Unter­nehmens ab dem 16.03.2020 bis 15.09.2020. Es kann entweder ein Quar­tals­ver­gleich (2. Quartal 2019 & 2 Quartal 2020) erfolgen oder aber die Umsatz­aus­fälle werden mit folgenden Betrach­tungs­zeit­räumen verglichen:

Betrach­tungs­zeitraum 1: 16.03.2020 bis 15.04.2020 wird verglichen mit 16.03.2019 bis 15.04.2019

Betrach­tungs­zeitraum 2: 16.04.2020 bis 15.05.2020 wird verglichen mit jewei­ligem in 2019

Betrach­tungs­zeitraum 3: 16.05.2020 bis 15.06.2020 wird verglichen mit jewei­ligem in 2019

Betrach­tungs­zeitraum 4: 16.06.2020 bis 15.07.2020 wird verglichen mit jewei­ligem in 2019

Betrach­tungs­zeitraum 5: 16.07.2020 bis 15.08.2020 wird verglichen mit jewei­ligem in 2019

Betrach­tungs­zeitraum 6: 16.08.2020 bis 15.09.2020 wird verglichen mit jewei­ligem in 2019

Der Zuschuss kann für bis zu max. drei zusam­men­hän­gende Betrach­tungs­zeit­räume bzw. Monate im Zeitraum 16.03.2020 bis 15.09.2020 bean­tragt werden. 

Der Fixkos­ten­zu­schuss ist nach der Höhe des Umsatz­aus­falls gestaffelt und wird nur dann gewährt, wenn der Fixkos­ten­zu­schuss insgesamt mindestens 2.000 Euro beträgt. Durch den Fixkos­ten­zu­schuss werden Fixkosten des Unter­nehmens in folgender Höhe ersetzt: 

  • 40 — 60% Ausfall: 25 % Ersatz­leistung
  • 60 — 80 % Ausfall: 50 % Ersatz­leistung
  • 80 — 100 % Ausfall: 75 % Ersatz­leistung

Auch ein ange­mes­sener Unter­neh­merlohn von max. 2.000 Euro pro Monat kann berück­sichtigt werden. 

Der Fixkos­ten­zu­schuss ist nach Auszahlung nicht zu versteuern, er redu­ziert jedoch die abzugs­fä­higen Aufwen­dungen im betref­fenden Wirt­schaftsjahr. Die bishe­rigen even­tuell erhal­tenen Unter­süt­zungen wie zB. Härtefall Fonds werden gegen­ge­rechnet. Dies gilt auch für Entschä­di­gungen nach dem Epide­mie­gesetz.