COVID-Paket für Start-ups

Am 16.04.2020 stellte die öster­rei­chische Bundes­re­gierung das neue Covid 19 – Paket für Start-ups vor.

Besonders Start-ups stellt die aktuelle Krise vor Heraus­for­de­rungen, vor allem wenn sie in Liquiditäts- oder Finan­zie­rungs­pro­bleme geraten. Die Bundes­re­gierung hat deshalb ein Unter­stüt­zungs­paket geschnürt, die genauen Richt­linien werden vom Bund gerade fina­li­siert. Das ist bisher bekannt:

Tätigen inno­vative Start-ups ein privates Investment aufgrund der Corona-Krise, bekommen sie durch den neuen Hilfs­fonds nun einen Zuschuss von der AWS ausbe­zahlt. Das bedeutet konkret, dass wenn ein Start-up-Unternehmen frisches Eigen­ka­pital oder eigen­ka­pi­tal­ähn­liche Einlagen von Inves­toren von mindestens 10.000 Euro erhält, es einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro erhält, die Mittel werden also verdoppelt.

Aber Achtung, im Erfolgsfall muss dieser Zuschuss zurück­ge­zahlt werden.

Die AWS als Auszah­lungs­stelle hat für diese Zuschüsse ein Volumen von 50 Mio Euro erhalten. Die Abwicklung erfolgt wie gewohnt über eine online-Plattform.

Wer wird gefördert?

Inno­vative Klein und Kleinst­un­ter­nehmen aller Branchen die sich in der Entwick­lungs­phase befinden und längsten vor 5 Jahren bis spätestens 15.3.2020 gegründet haben. 

Voraus­setzung:

  • Die Geschäfts­leitung oder Betriebs­stätte befindet sich in Öster­reich
  • Gründung liegt längstens 5 Jahre zurück
  • Unter­nehmen dürfen nicht die Tätigkeit eines anderen Unter­nehmens über­nommen haben und noch keine Gewinne ausge­schüttet haben 
  • frisches Eigen­ka­pital oder eigen­ka­pi­tal­ähn­liche Einlagen in Höhe von zumindest 10.000 € wurden von unab­hän­gigen privaten Inves­toren inves­tiert (mind. 75% seit 15.03.2020; max. 25% zwischen 15.09.2019 bis 14.03.2020)
  • negative Auswir­kungen der aktu­ellen Pandemie
  • eines von zwei Inno­va­ti­ons­kri­terien:
    1. eine Forder­zusage für defi­nierte Programme der aws innerhalb der letzten zwei Jahre vor Antrags­stellung ODER
    2. eine Förder­zusage der FFG innerhalb der letzten zwei Jahre liegt vor
  • Alter­nativ können auch nach­fol­gende Kriterien zur Berech­tigung der Antrags­stellung erfüllt sein:
    • Es liegt eine Produkt- oder Service­in­no­vation vor
    • Es liegt eine Prozes­s­in­no­vation vor
    • es liegen unter­neh­mens­re­le­vante Schutz­rechte in Form von Patenten vor
    • es liegt eine Inno­vation vor, die zu klimare­le­vanten Verbes­se­rungen von Produkten oder Prozessen führt vor

Die Förderung wird über den aws Förder­ma­nager (https://foerdermanager.aws.at/#/) bean­tragt.

Venture Capital Fond

Dieser Fonds legt seinen ganzen Inves­ti­ti­ons­fokus auf öster­rei­chische Start-ups. Die privaten Fonds­ma­nage­ments werden durch Ausschreibung (Call) ermittelt. Damit Inves­toren mobi­li­siert werden und in den Venture Capital Fond inves­tieren, über­nimmt die aws eine Kapi­talga­rantie in Höhe von bis zu 50% des Fonds­vo­lumen. Dadurch soll das Risiko für die Inves­toren gering gehalten werden und frisches Geld in den Fonds fließen.

Der Gesamt­rahmen der Kapi­talga­rantie des aws ist mit 25 Mo. Fest­gelegt. Der Venture Capital Fonds hat einen Inves­ti­ti­ons­betrag von 200.000 bis 1 Mio. Euro je Start-up vorge­sehen. Haupt­fokus liegt dabei auf Start-ups, bei denen es krisen­be­dingt zu Verzö­ge­rungen in der Umsetzung ihrer Geschäfts­mo­delle gekommen ist.  Weitere Details werden in Kürze bekannt­ge­geben!