Nachdem verstärkt pensio­nierte Ärzte den Auffor­de­rungen der Landes­sa­ni­täts­be­hörden folgen wollen, um während der COVID-19 Pandemie als Arzt, gemäß § 36b ÄrzteG, in Öster­reich tätig zu werden, drohen durch die Wieder­auf­nahme der bishe­rigen Tätigkeit erheb­liche Steu­er­nach­zah­lungen.

§ 37 Abs. 5 Z 3 EStG :

Für Ärzte, die pensi­ons­be­dingt ihre Ordi­nation aufgeben, gibt es die Steu­er­be­güns­tigung, dass auf den Übergangs- und Aufga­be­gewinn nur ein Hälf­te­steu­ersatz schlagend wird. Diese Begüns­tigung ist jedoch an die Voraus­setzung geknüpft, dass die bisherige Tätigkeit gänzlich einge­stellt wird. Konkret bedeut dies, dass Ärzte eine Zuver­dienst­grenze in Höhe von 730 € zu beachten haben.

Ärzte, die nun während der Krise ihre Tätigkeit für die Allge­meinheit wieder aufnehmen, drohte somit eine erheb­liche Steu­er­nach­zahlung. Durch Inter­ven­tionen änderte die Regierung am 03.04.2020 diesen Nachteil. Der § 37 Abs. 5 Z 3 EStG, also die Zuver­dienst­grenze, wurde durch die Novelle außer Kraft gesetzt. Somit wird die dringend notwendige ärzt­liche Hilfe an der Bevöl­kerung bzw. der wichtige Dienst an der Gesell­schaft ohne steu­er­liche Nach­teile für pensio­nierte Ärzte sicher­ge­stellt.

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