Wie kann man Arzt- und Medikamente-Kosten absetzen?

2. Februar 2019 | Für Familien / Privat­per­sonen

Krank­heits­kosten (das sind vor allem Arzt­kosten und Medi­ka­mente) fallen unter die so genannten außer­ge­wöhn­lichen Belas­tungen. Diese Kosten sind grund­sätzlich Kosten der privaten Lebens­führung. Wenn diese außer­ge­wöhnlich hoch (im Verhältnis zum Einkommen) sind und sich aus einem Zwang ergeben, dann können diese steu­erlich berück­sichtigt werden.

Was gilt nun aber als außer­ge­wöhnlich hoch? Wenn eine Belastung die wirt­schaft­liche Leis­tungs­fä­higkeit beein­trächtigt, also den Eigen­bedarf (Selbst­behalt) über­steigt, dann spricht man von »außer­ge­wöhnlich«. Bei einem Einkommen von max. 7.300 € beträgt der Selbst­behalt 6%, bei einem Einkommen zwischen 7.300 € und 14.600 € beträgt dieser 8%, bis zu einem Betrag von 36.400 € sind es 10% und darüber sind es 12%. Dieser Selbst­behalt vermindert sich um jeweils 1% pro unter­halts­pflich­tigem Kind oder Ehepartner (wenn dieser weniger als 6.000 € im entspre­chenden Jahr verdient).

Krank­heits­kosten sind außerdem auch Aufwen­dungen für Heil­be­helfe, Kosten für Zahn­ersatz oder eine Sehhilfe, Entbin­dungs­kosten, Kosten einer spezi­ellen Diät­ver­pflegung aber auch Fahrt­kosten zum Arzt. Kosten­er­sätze durch eine gesetz­liche oder frei­willige Versi­cherung sind jeden­falls abzu­ziehen.