Tatsäch­liche PKW-Kosten oder Kilo­me­tergeld?

8. April 2019 | Für Unter­nehmer

Kilo­me­tergeld

Wenn sich ein Fahrzeug im Privat­ver­mögen befindet, d.h. weniger als 50% der jährlich gefah­renen Kilo­meter betrieblich sind, kann das amtliche Kilo­me­tergeld als Betriebs­ausgabe ange­setzt werden. Es besteht grund­sätzlich ein Wahl­recht zwischen der Verrechnung von Kilo­me­tergeld und dem Ansetzen der tatsäch­lichen Kosten im Ausmaß der betrieb­lichen Nutzung. Wird das Kilo­me­tergeld geltend gemacht, muss ein ordnungs­ge­mäßes Fahr­tenbuch vorliegen.
Mit dem amtlichen Kilo­me­tersatz sind folgende Aufwen­dungen abge­golten:
• Abschreibung/Wertverlust
• Benzin und Öl
• Wartung und Repa­ra­turen aufgrund des laufenden Betriebs
• Zusatz­aus­rüs­tungen (z.B. Winter­reifen, Schnee­ketten usw.)
• Auto­radio, Navi­ga­ti­ons­gerät
• Steuern und Gebühren
• Alle Versi­che­rungen (inklusive Kasko‑, Insassen‑, Rechts­schutz­ver­si­cherung)
• Mitglieds­bei­träge diverser Auto­fah­rer­clubs
• Finan­zie­rungs­kosten (Kredit- oder Leasing­raten)
• Park­ge­bühren und in- sowie auslän­dische Maut­ge­bühren

Das amtliche Kilo­me­tergeld kann für maximal 30.000 Kilo­meter pro Kalen­derjahr ange­setzt werden.

Werden mehr als 50% der jähr­lichen Kilo­me­ter­leistung für betrieb­liche Zwecke zurück­gelegt, ist der mit Belegen nach­ge­wiesene tatsäch­liche Aufwand (z.B. für Treib­stoff, Repa­ra­turen, Versi­che­rungen, Ersatz­teile, AfA usw.) als Betriebs­ausgabe absetzbar. Der Anteil für Privat­fahrten ist abzu­ziehen.
Wird ein Kfz sowohl betrieblich als auch privat genutzt, ist es sinnvoll, ein Fahr­tenbuch zu führen, da sonst die Höhe des betrieb­lichen Anteiles nicht exakt ermittelt werden kann. Liegt kein Fahr­tenbuch bzw. kein anderer schlüs­siger Nachweis vor, wird der Privat­anteil von der Finanz­ver­waltung aufgrund von Erfah­rungs­werten geschätzt.