Arbeits­zeit­auf­zeich­nungen sind verpflichtend!

10. August 2019 | Für Unter­nehmer

Jeder Arbeit­geber muss, zur Über­wa­chung der Einhaltung der im Gesetz defi­nierten Rege­lungen, Aufzeich­nungen über geleistete Arbeits­stunden der Dienst­nehmer führen. Dies gilt auch für Kleinst­be­triebe mit nur einem einzigen gering­fü­gigen Mitar­beiter! In Fällen wie bei Gleitzeit, Außen­dienst­tä­tigkeit oder Home-Office Tätig­keiten der Mitar­beiter, darf der Dienst­nehmer diese Aufzeich­nungen selbst führen. Dies stellt jedoch ein Risiko für den Arbeit­geber dar, weil die Arbeits­auf­zeich­nungen Grundlage der Entlohnung sind. Außerdem kann das Fehlen der Aufzeich­nungen zu Straf­sank­tionen beim Arbeit­geber führen.

Gesetz­liche Pausen müssen in den Arbeits­zeit­auf­zeich­nungen Berück­sich­tigung finden. Ist im Betrieb ein Durch­rech­nungs­zeitraum anzu­wenden, ist dieser in den Aufzeich­nungen oder im Vertrag fest­zu­halten. 

Selbst­ver­ständlich sind auch Urlaube, Kran­ken­stände und Mehr- sowie Über­stunden aufzu­zeichnen, damit eine korrekte Abrechnung am Monatsende durch­ge­führt werden kann und es im Falle einer Lohn­ab­ga­ben­prüfung zu keinen bösen Über­ra­schungen kommt, da die Aufzeich­nungen in der Regel bei jeder Prüfung verlangt werden.

Um Recht­strei­tig­keiten mit Dienst­nehmern, vor allem nach Been­digung von Dienst­ver­hält­nissen, zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Rich­tigkeit und Voll­stän­digkeit der Arbeits­zeit­auf­zeich­nungen regel­mäßig von den Dienst­nehmern mittels Unter­schrift bestä­tigen zu lassen.