Senkung der Körper­schaft­steuer

 Die KöSt wird mit der aktu­ellen Steu­er­reform schritt­weise bis auf 23 Prozent gesenkt werden. Als einen Grund für die Senkung nennt die Regierung unter anderem die inter­na­tionale Wett­be­werbs­fä­higkeit. Die stufen­weise Senkung beginnt im Jahr 2023, indem die Körper­schafts­steuer auf 24 Prozent herab­ge­senkt wird. Im Jahr 2024 erfolgt die letzte Senkungs­stufe auf 23 Prozent. Die Mindest­kör­per­schaft­steuer bleibt, ebenso wie die Kapi­tal­ertrag­steuer, unver­ändert. Die durch­ge­rechnete Ertrag­steu­er­be­lastung (Körper­schaft­steuer + Kapi­tal­ertrag­steuer) beträgt daher aktuell bei Voll­aus­schüttung 45,625 %, ab 2022 44,175 % bzw. ab 2023 42,725 %.

Gewinn­frei­betrag

Der Gewinn­frei­betrag wird von 13 auf 15 Prozent ange­hoben. Dies soll besonders auch Klein­un­ter­nehmen zu Gute kommen, die nicht von der KöSt-Senkung profi­tieren können. Der erhöhte Gewinn­frei­betrag steht ab dem Jahr 2022 den Unter­nehmern zu. Der inves­ti­ti­ons­be­dingte Gewinn­frei­betrag beträgt unver­ändert 13 Prozent des Gewinns. 

Erneute Anhebung der GWG-Grenze

Vor Kurzem wurde die GWG Grenze von 400 € auf 800 € ange­hoben und nun erfolgt mit der neuen Steu­er­reform eine weitere Anhebung von 800 € auf 1.000 €. Die Erhöhung der Grenze für gering­wertige Wirt­schafts­güter soll den Unter­nehmern einen steu­er­lichen Inves­ti­ti­ons­anreiz schaffen. Als weiteren Plus­punkt gibt die Regierung eine Verein­fa­chung in der Admi­nis­tration an. Die erhöhte Grenze gilt für alle Wirt­schafts­güter ab 1.1.2023.

Inves­ti­ti­ons­frei­betrag

Eben­falls soll es im Zuge der Steu­er­reform zur Einführung eines Inves­ti­ti­ons­frei­be­trages kommen. Auch hier steht im Hinter­grund der Gedanke, die Inves­ti­tionen der Unter­nehmen weiter anzu­kurbeln. Der Inves­ti­ti­ons­frei­betrag stellt dabei eine zusätz­liche Betriebs­ausgabe dar, die von der Inves­ti­ti­ons­summe bemessen wird und zusätzlich zur Abschreibung des Wirt­schafts­gutes gewährt wird. Klima­freund­liche Inves­ti­tionen berech­tigen zu einem höheren Frei­betrag. 

 Eigenstromsteuer-Befreiung

 Ab 1. Juli 2022 fällt die Elek­tri­zi­täts­abgabe für elek­trische Energie aus erneu­er­baren Ener­gie­quellen. Die bisherige Deckelung der Steu­er­be­freiung von 25.000 kWh jährlich soll daher für z.B. Klein­was­ser­kraft­werke, Biogas und Wind­energie entfallen. Bisher galt die Elek­tri­zi­täts­ab­ga­ben­be­freiung nur für Energie aus Photo­vol­ta­ik­an­lagen.