Vorsteu­er­erstattung aus dem Ausland

7. April 2019 | Für Unter­nehmer

Unter­nehmer, die zum Vorsteu­er­abzug berechtigt sind und im Ausland bestimmte sonstige Leis­tungen in Anspruch nehmen, bei denen es nicht auto­ma­tisch zum Übergang der Steu­er­schuld (Reverse Charge Verfahren) kommt, können sich diese Vorsteuer auf dem so genannten Erstat­tungswege zurück­holen. Zeit hat man dafür bis zum 30.9. des Folge­jahres. Ein Antrag ist über Finanz-Online einzu­geben. Bei Beträgen über 400 € Vorsteuer, kann ein Erstat­tungs­antrag auch während des Jahres erfolgen. Der Mindest­betrag für einen jähr­lichen Erstat­tungs­antrag beträgt 50 €.

Möchte ein Unter­nehmer die Vorsteuer aus mehreren Ländern zurück­holen, muss jeweils ein eigener Antrag gestellt werden.

Welche Leis­tungen fallen unter dieses Verfahren?

  • Restau­ra­ti­ons­dienst­leis­tungen (Essens- und Geträn­ke­rech­nungen)
  • Beher­ber­gungs­leis­tungen (zB Hotel, Appar­tement)
  • Perso­nen­be­för­de­rungs­leis­tungen (Zugti­ckets)
  • Treib­stoff tanken durch ein in Öster­reich vorsteu­er­ab­zugs­fä­higes Fahrzeug (zB LKW)

 

Möchte man Vorsteuern aus dem Drittland (nicht EU) zurück­holen, ist dafür eine Unter­neh­mer­be­schei­nigung nötig. Außerdem muss die Einrei­chung des Antrages in Papierform an das zuständige Finanzamt erfolgen. Die Einreich­frist ist außerdem kürzer. Vorsteu­er­erstat­tungs­an­träge ins Drittland müssen bis spätestens 30.6. des Folge­jahres einge­reicht sein.