Umsatz­steu­er­liche Behandlung von Schön­heits­ope­ra­tionen

10. Juni 2017 | Für Gesund­heits­berufe

Laut Finanz­mi­nis­terium gehören zu einer umsatz­steu­er­be­freiten Tätigkeit als Arzt auch ästhetisch-plastische Leis­tungen mit medi­zi­ni­scher Indi­kation, wenn ein thera­peu­ti­sches Ziel im Vorder­grund steht. Grund­sätzlich beur­teilt dies der Arzt, welcher jedoch diese Beur­teilung genau zu doku­men­tieren hat.

In seinem Urteil hat das Bundes­fi­nanz­ge­richt (BFG GZ. RV/7104469/2015) entschieden, dass nicht alle Schön­heits­ope­ra­tionen unecht steu­erfrei sein können, auch wenn diese vom behan­delnden Arzt so behandelt wurden. Es wurden in dem genannten Fall anony­mi­sierte Honorare ange­fordert und die entspre­chenden Leis­tungen durch das BFG geprüft. 80% der Honorare stellten sich als steu­er­pflichtig heraus. Das heißt, es handelte sich um Schön­heits­ope­ra­tionen ohne thera­peu­ti­schen Hinter­grund.

Aus dieser Entscheidung geht deutlich hervor, wie wichtig eine ärzt­liche Doku­men­tation der umsatz­steu­er­be­freiten Leis­tungen durch derartige Ärzte sein kann.