Rück­zahlung von Kinder­be­treu­ungsgeld vermeiden

15. Dezember 2016 | Für Familien / Privat­per­sonen, Für Unter­nehmer

Wie bereits bekannt sein dürfte, haben Mütter und Väter, die neben der Kinder­be­treuung erwerbs­tätig sind, beim Bezug von Kinder­be­treu­ungsgeld eine Zuverdienst-Grenze zu beachten. Für Selbst­ständige ist diese Grenze nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, da ihre Einkünfte mehr schwanken als bei einem Dienst­nehmer. Die jähr­lichen Einkünfte eines Selbst­stän­digen müssen erst um 30% erhöht werden, um auf den notwen­digen Jahres­betrag zu kommen, welcher der entspre­chenden Zuverdienst-Grenze gegen­über­zu­stellen ist.

Wird in einem Kalen­derjahr nur für ein paar Monate das Kinder­be­treu­ungsgeld bezogen, sollte unbe­dingt eine Zwischen­ab­rechnung gemacht und diese an den Sozi­al­ver­si­che­rungs­träger geschickt werden. Diese Zwischen­ab­rechnung wird auf 12 Monate hoch­ge­rechnet, um 30% erhöht und ergibt den Betrag des Zuver­dienstes.  Wird diese Abgrenzung nicht bis zum zweit­fol­genden Jahr (nach dem Jahr des Kinder­be­treu­ungs­geld­be­zuges) über­mittelt, dann berechnet der Sozi­al­ver­si­che­rungs­träger die Zuverdienst-Grenze vom tatsäch­lichen Jahres­ein­kommen, das mitunter höher sein kann. Dies könnte nach­teilig sein und im schlimmsten Falle die Rück­zahlung vom Kinder­be­treu­ungsgeld nach sich ziehen.