Medi­zin­pro­duk­te­abgabe — Ände­rungen ab 2016

26. Februar 2017 | Für Gesund­heits­berufe

Die Medi­zin­pro­duk­te­abgabe wird für jedes an Letzt­ver­braucher im Inland entgeltlich abge­gebene Medi­zin­produkt einge­hoben. Darunter versteht man nicht nur die reine Abgabe von Medi­zin­pro­dukten an Endab­nehmer sondern beispiels­weise auch die entgelt­liche Über­lassung von Medi­zi­ni­schen Geräten (Miete oder Leasing). Daher können auch Ärzte oder Kran­ken­an­stalten, welche Medi­zin­pro­dukte zur thera­peu­ti­schen, diagnos­ti­schen, vorsorg­lichen oder schmerz­stil­lenden Maßnahme anwenden, Letzt­ver­braucher sein.

Es handelt sich um eine pauscha­lierte Jahres­abgabe, die umsatz­un­ab­hängig ist und deren Höhe sich nach einer Klas­si­fi­zierung des entspre­chenden Medi­zin­pro­duktes richtet. Da die Medi­zin­pro­duk­te­abgabe für das Jahr 2016 bis 30.06.2017 zu entrichten ist, ist die Erhöhung für die Abgabe an Betriebs­stätten zu beachten.

Für die Abgabe von Medi­zin­pro­dukten an die erste Betriebs­stätte ist die volle Abgabe zu entrichten, für jede weitere Betriebstätte nun 50% (bis 2015 waren es nur 10%), jedoch maximal € 10.000,00.

Unter gewissen Voraus­set­zungen gibt es auch Befrei­ungen von der Medi­zin­pro­duk­te­abgabe. Dies­be­züglich berate ich Sie gerne.