Fami­li­en­bonus Plus — pauschaler Absetz­betrag in Zukunft pro Kind

8. April 2018 | Für Familien / Privat­per­sonen

Der Geset­zes­entwurf zum Fami­li­en­bonus Plus ist bereits in Begut­achtung und wird mit hoher Wahr­schein­lichkeit kommen. Der Fami­li­en­bonus ist ein Absetz­betrag in Höhe von 1.500 € pro Kind pro Jahr und steht bis zur Voll­endung des 18. Lebens­jahres des Kindes zu. Danach, also nach dem 18. Geburtstag stehen pro Kind noch 500 € zu, sofern weiterhin Fami­li­en­bei­hilfe bezogen wird. Der derzeit bestehende Kinder­frei­betrag und die Kinder­be­treu­ungs­kosten entfallen statt­dessen. Der Fami­li­en­bonus Plus kann bereits über die Lohn­ver­rechnung des Arbeit­gebers berück­sichtigt werden, spätestens jedoch bei der jähr­lichen Steu­er­erklärung. Der Fami­li­en­bonus Plus wirkt sich bereits ab dem ersten Steuer-Euro aus. Ab 1.700 € Brut­to­ein­kommen, kann der Fami­li­en­bonus Plus voll ausge­schöpft werden.

Bean­tragt werden kann der Fami­li­en­bonus vom Fami­li­en­bei­hil­fe­be­rech­tigten oder von dessen (Ehe-)Partner. Anders wäre es, wenn für ein Kind neben der Fami­li­en­bei­hilfe auch ein Unter­halts­ab­setz­betrag zusteht. Dies ist der Fall, wenn die Eltern des Kindes getrennt leben. In dieser Konstel­lation ist der Fami­li­en­bonus Plus zwingend auf den Fami­li­en­bei­hil­fe­be­rech­tigten und den Unter­halts­ver­pflich­teten aufzu­teilen. Zu Konflikten könnte es kommen, wenn entweder der Fami­li­en­bei­hil­fe­be­rech­tigte oder der Unter­halts­ver­pflichtete über­wiegend die Kinder­be­treu­ungs­kosten trägt, wobei das Wort »über­wiegend« nicht klar defi­niert wurde. In solchen Fällen steht der Fami­li­en­bonus im Verhältnis 90:10 den Anspruchs­be­rech­tigten zu, was bei schon bestehenden Unter­halts­strei­tig­keiten sicher proble­ma­tisch werden könnte.

Da sich der Fami­li­en­bonus Plus erst ab einem Brut­to­ein­kommen von 1.700 € voll auswirkt ist besonders bei einer Mehrzahl von Kindern auf eine sinn­volle Verteilung des Absetz­be­trages zwischen den Berech­tigten zu achten, damit keine Steu­er­erspar­nisse verschenkt werden.