Betriebs­übergabe

Wir bieten Ihnen eine umfas­sende Beratung und begleiten Sie Schritt für Schritt durch den Prozess der Übergabe. Durch unsere empa­thische und fach­kundige Vorge­hens­weise helfen wir Ihnen dabei, Ihre Betriebs­nach­folge optimal zu regeln.

Zum Ende einer jeden Unter­neh­mer­kar­riere stellt sich die Frage nach der rich­tigen Form der Betriebsaufgabe- oder Betriebs­nach­folge. In vielen Fällen bleibt das Unter­nehmen innerhalb eines Fami­li­en­ver­bandes bestehen. Es gibt aber auch andere Möglich­keiten, wie ein Unter­nehmen über­gehen kann. Die »richtige« Form, muss für jedes einzelne Unter­nehmen indi­vi­duell erar­beitet werden. Dabei spielen nicht nur recht­liche Faktoren eine Rolle, sondern auch persön­liche Faktoren, denn ein Unter­neh­mens­übergang birgt durchaus Konflikt­po­tenzial. Folgende Formen der Übergabe sind deshalb in Betracht zu ziehen:

  • Übergabe durch Schenkung oder Verkauf des Fami­li­en­be­triebes innerhalb der Familie.
  • Verkauf des Unter­nehmens an Dritte.
  • Verpachtung des Unter­nehmens gegen einen Pachtzins.

Wann ein Unter­nehmen über­geben wird, ist je nach Einzelfall unter­schiedlich und hängt von der jewei­ligen persön­lichen sowie der wirt­schaft­lichen Lage ab.
Beachten Sie bei der Wahl des opti­malen Zeitpunktes:

  • recht­liche Aspekte
    • Pensi­ons­an­tritts­vor­aus­setzung
    • Steu­er­be­lastung
  • persön­liche Motive (Nach­folger ist bereits eingearbeitet)
  • wirt­schaft­liche Überlegungen
    • Bilanz­stichtag
    • saisonale Umsatz­schwan­kungen

Abge­sehen von den recht­lichen Konse­quenzen (wie etwa Haftung udgl.) spielen auch einige steu­er­recht­liche Elemente eine wesent­liche Rolle. Grund­sätzlich gilt, dass im Jahr der Betriebs­ver­äu­ßerung der Unternehmer

  • seinen Jahres­gewinn und
  • seinen Veräu­ße­rungs­gewinn

der Einkom­men­steuer unter­werfen muss. Davon gibt es jedoch wichtige gesetzlich normierte Ausnahmen bzw. Begüns­ti­gungen. Auch gibt es andere Arten, ein Unter­nehmen möglichst steu­er­schonend zu übergeben.

Beispielhaft werden nach­folgend einzelne Fälle im Detail besprochen:

Bsp 1: Gemischte Schenkung – hier wird das Unter­nehmen mit einer Gegen­leistung des Nach­folgers über­nommen, die Übergabe bleibt jedoch über­wiegend unent­geltlich. Die Gegen­leistung kann auch nur schon darin bestehen, die bis zum Über­ga­be­zeit­punkt entstan­denen Schulden zu über­nehmen. Über­le­gungen bei dieser Über­ga­beform: es werden hierbei keine stillen Reserven aufge­deckt (es gibt aber Ausnahmen bei Entnahmen) — dies führt zu einer „schlum­mernden“ Steu­er­be­lastung für den Unter­nehmer in der Zukunft.

Bsp 2: Verkauf – hier wird das Unter­nehmen, nachdem es bewertet wurde (KFS/BW 1), an einen Nach­folger verkauft. Über­legung bei dieser Form: es kommt zu einer sofor­tigen Aufde­ckung der stillen Reserven, die je nach Einkom­mens­steu­er­steu­ersatz mit bis zu 55% versteuert werden müssen.

Bsp 3: lang­fristige Unter­neh­mens­pacht – hier wird das Unter­nehmen mit einem Schätzwert bewer­tetet, ansonsten wird diese Form der Übergabe einem Verkauf steu­erlich gleich­ge­stellt (Aufde­ckung stiller Reserven). Zu beachten ist, dass der Pachtzins der Umsatz­steuer unterliegt.

Steu­er­be­güns­ti­gungen gibt es unter anderem folgende:

  • Frei­betrag des Aufgabe- oder Veräu­ße­rungs­ge­winnes bis zu 7.300 €
  • Verteilung des Aufgabe- oder Veräu­ße­rungs­ge­winnes gleich­mäßig auf 3 Jahre
  • Hälf­te­steu­ersatz bei Übergabe durch Unter­nehmer, welche das 60 Lebensjahr voll­endet haben

In Hinblick auf Unter­nehmen, die in der Rechtsform der GmbH geführt werden, gibt es gänzlich andere steu­er­liche Aspekte zu beachten, auf die hier nicht näher einge­gangen wird.

Zusam­men­fassend ist jedoch zu sagen, dass die Betriebs­nach­folge ein komplexes Thema ist, welches viele verschiedene Bereiche tangiert, die beachtet werden müssen. Falls Sie eine Betriebs­übergabe in Erwägung ziehen oder zu dieser Thematik eine Beratung wünschen, bieten wir Ihnen gerne unsere fach­kundige und umfas­sende Unter­stützung an.