Außer­ge­wöhn­liche Belas­tungen für behin­derte Kinder

7. Oktober 2017 | Für Familien / Privat­per­sonen

Die Kosten der Behin­derung eines Kindes stellen steu­erlich eine außer­ge­wöhn­liche Belastung dar. Es stehen je nach Ausmaß der Behin­derung verschiedene Frei­be­träge zu. Es gibt keine Kürzung durch einen Selbst­behalt. Der Grad der Behin­derung muss mindestens 25% betragen. Für die Fest­legung desselben ist in den meisten Fällen der Sozi­al­mi­nis­te­ri­umservice zuständig.

Weiters können Pauschal­be­träge für eine spezielle Verpflegung sowie für Hilfs­mittel der Behin­derung steu­erlich in Abzug gebracht werden. Auch diese werden nicht durch einen Selbst­behalt gekürzt.

Ab einem Grad von 50% Behin­derung des Kindes und keinem Pfle­ge­geld­bezug steht eine erhöhte Fami­li­en­bei­hilfe zu und ein monat­licher Pauschal­betrag von € 262,00 zu. Zusätzlich können Hilfs­mittel der Behin­derung sowie Schulgeld für besondere Schulen steu­erlich geltend gemacht werden.

Im Falle vom Erhalt von Pfle­gegeld für das behin­derte Kind, kürzt dieses Pfle­gegeld den Pauschal­betrag bis auf maximal 0,00 €. Die zusätz­lichen Kosten (Hilfs­mittel bei Behin­derung, Kosten der Heil­be­handlung, Schulgeld und Transport zur Schule) werden jedoch durch das erhaltene Pfle­gegeld nicht gekürzt und können weiterhin in der Steu­er­erklärung ange­setzt werden.