Ausfall­bonus II:

Nach Aussagen der Regierung wird der Ausfall­bonus um weitere 3 Monate verlängert. Um den Ausfall­bonus ab Juli weiterhin zu bean­tragen, wird nun ein Umsatz­ein­bruch von mind. 50 % im Vergleich zum Vorkri­sen­niveau voraus­ge­setzt. Der Vorschuss auf den Fixkos­ten­zu­schuss fällt nun voll­ständig weg. An die Stelle der pauschalen 15 % treten nun diffe­ren­zierte Prozent­sätze, die sich aus dem Anhang der Ausfall­bo­nus­ver­ordnung ergeben. Der Anhang unter­teilt hier in verschiedene Branchen, wie es auch beim Umsatz­ersatz der Fall war. 

Auch der maximale Deckel von 30.000 € wird auf 80.000 € ange­hoben, betrachtet werden dabei aber neuer­dings Kurz­arbeit und Ausfall­bonus zusammen. Das bedeutet, dass die Kosten, die der Staat für Kurz­arbeit und Ausfalls­bonus über­nimmt, geringer sein müssen als der Vergleichs­umsatz.

Positiv ist, dass die Antrags­fristen beim Ausfall­bonus II (Sept — Nov 2021) um einen Monat verlängert wurden und somit mehr Zeit bleibt, einen Antrag zu stellen. 

Da die Kurz­arbeit nun gedanklich mit dem Ausfall­bonus II verknüpft wurde (siehe Maxi­mal­för­der­betrag), wurde auch eine Anti-Missbrauchsvorschrift einge­führt. Die besagt, dass Unter­nehmer vom  Ausfall­bonus II ausge­schlossen werden, wenn sie trotz der Möglichkeit Kurz­arbeit in Anspruch zu nehmen, ihren gewöhn­lichen Geschäfts­be­trieb mit verrin­gertem Perso­nal­stand aufrecht erhalten, mit dem Ziel die Umsätze zu redu­zieren und so den für die Gewährung notwen­digen 50% Umsatz­ausfall zu erreichen. 

Das Unter­nehmen wird nun in der aktu­ellen Richt­linie nochmal ausdrücklich darauf hinge­wiesen, dass es scha­dens­min­dernde Maßnahmen setzen muss, um den Umsatz­ausfall zu redu­zieren (Scha­dens­min­de­rungs­pflicht). 

Update — Ausfall­bonus März:

Damit im März ausrei­chend Liqui­dität vorhanden ist, wird der Ausfall­bonus für den Zeitraum März um das Doppelte ange­hoben. Statt 15 % Bonus können 30 % bean­tragt werden. In diesem Zuge wird auch die Ober­grenze für den März-Zeitraum von 30.000 auf 50.000 Euro ange­hoben.

Update — Ausfall­bonus April:

Wie im März wird auch der Ausfall­bonus für April auf das Doppelte ange­hoben.  

Eckpunkte des Ausfall­bonus:

Der Ausfall­bonus kann jeweils ab dem 16. des Monats bean­tragt werden, zum Beispiel kann der Antrag für den Jänner ab 16. Februar gestellt werden. In bestimmten, nicht näher defi­nierten Fällen, kann der Ausfall­bonus rück­wirkend für den November und Dezember 2020 bean­tragt werden. Grund­sätzlich soll die erst­malige Antrags­stellung ab dem 16. Februar 2021 möglich sein.

Der Ausfalls­bonus beträgt je nach Höhe des Umsatz­aus­falls bis zu 30 % des Vergleichs­um­satzes und besteht:

  • zur Hälfte aus dem Ausfalls­bonus im engeren Sinn und
  • zur Hälfte aus einem (optio­nalen) Vorschuss auf den Fixkos­ten­zu­schuss 800.000, der zeitnah und unbü­ro­kra­tisch die Liqui­dität der antrag­stel­lenden Unter­nehmen verbessern soll.

Der Ausfalls­bonus ist mit 60.000 Euro gede­ckelt.

Voraus­setzung für den Ausfall­bonus ist, dass der Umsatz­ausfall im Vergleich mit dem jewei­ligen Monats­umsatz aus 2019 mehr als 40 % beträgt. 

Ziel ist es, den Unter­nehmern eine finan­zielle Plan­barkeit bis zum Ende der Pandemie zu geben. Er soll als Ergänzung zum Fixkos­ten­zu­schuss II einen direkten Zuschuss darstellen und auch einen Vorschuss des Fixkos­ten­zu­schusses zur Liqui­di­täts­si­cherung sein. 

Zu beachten ist, dass Unter­nehmen, die einen Ausfall­bonus bean­tragen, verpflichtend einen Antrag auf den Fixkos­ten­zu­schuss II stellen müssen. Die Über­prüfung des Umsatz­ein­bruches erfolgt im Nach­hinein durch einen Steu­er­be­rater bei Abgabe des Fixkostenzuschuss-II-Antrages.

Für große Unter­nehmen empfiehlt sich jedoch das Modell des Verlus­ter­satzes, das alter­nativ bean­tragt werden kann. Die Bean­tragung vom Verlus­tersatz und dem Fixkos­ten­zu­schuss 800.000 ist ausge­schlossen, da die Förde­rungen nicht kumu­liert werden dürfen. 

Wir prüfen für Sie gerne welches die güns­tigere Variante ist.