Da seit 2020 die neue explizit fest­ge­legte Defi­nition von „Kraft­fahr­zeugen“ gemäß § 2 Abs 1 Z 1 KFT in der Sach­be­zugs­wer­te­ver­ordnung eingefügt wurde, sind nun ausdrücklich auch Kombis, Omni­busse, LKW, Zugma­schinen und Sattel­fahr­zeuge erfasst. Wichtig jedoch im Alltag ist, dass für die private Zurver­fü­gung­stellung von Mofas, Mopeds und Fahr­rädern mit Hilfs­motor, ein Sach­bezug zuzu­rechnen ist.

Stellen Arbeit­geber ihren Arbeit­nehmer aber ein Fahrrad oder Kraftrad mit einem CO2-Emissionswert von 0 Gramm pro Kilo­meter für nicht beruflich veran­lasste Fahrten einschließlich dem Arbeitsweg zur Verfügung, ist ein Sach­be­zugswert von null anzu­setzen. Dafür wurde ein neuer § 4b in der Sach­be­zugs­wer­te­ver­ordnung geschaffen.

Ansonsten wurden die Werte aufgrund der Umstellung des Mess­ver­fahrens von NEFZ auf die WLTP bzw. WLTC neu geregelt. Durch die Einführung des neuen WLTP-Messverfahrens kommt es zu einer Erhöhung der ermit­telten CO2-Grenzwerte. Dadurch gilt im Kalen­derjahr 2020 der CO2-Emis­si­onswert von 141 Gramm pro Kilo­meter für erst­malig nach dem 31.3.2020 zuge­lassene Kraft­fahr­zeuge.

Dieser Wert verringert sich beginnend ab dem Kalen­derjahr 2021 bis zum Kalen­derjahr 2025 um jährlich 3 Gramm. Damit soll dem tech­no­lo­gi­schem Fort­schritt Rechnung getragen werden und klima­freund­liche KFZs favo­ri­siert werden.

Maßgeblich für die Ermittlung des Sach­bezugs ist der Wert der erst­ma­ligen Zulassung. Eine Ausnahme besteht für Kraft­fahr­zeuge, die nach dem 31.3.2020 mit Typen­schein bzw. Einzel­ge­neh­mi­gungs­be­scheid gemäß Kraft­fahr­gesetz 1967 kein WLTP-Wert bzw. WMTC-Wert ausge­wiesen haben. Für sie gelten weiterhin die alten NEFZ-Werte weiter.